Mein Unterricht
Geschichtsunterricht
Geschichte wird von Schülern häufig als "langweiliges" Fach wahrgenommen. Diese Wertung ist leider immer noch zu oft zutreffend, weil Geschichte immer noch von zu vielen Lehrern als "fakten-", personen- und ereignisorientiertes Fach vermittelt wird, um zu zeigen, wie es "eigentlich gewesen ist".
Ein zeitgemäßer Geschichtsunterricht stellt dagegen die kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit in den Mittelpunkt. Ziel ist die Erzeugung von Geschichtsbewußtsein bei den Schülern. Deutlich werden soll, daß die Vergangenheit niemals einfach objektiv "da" gewesen ist, sondern nur vermittelt durch Quellen und Darstellungen erschlossen werden kann, immer abhängig ist vom subjektiven Standpunkt des zeitgenössischen wie wissenschaftlichen Betrachters und es keine monokausalen Erklärungen und einfachen Lösungen geben kann, um zu verstehen, wie etwas entstanden ist.
Es gibt nur unterschiedliche Wertungen, deren Argumente kritisch durchgesehen und ideologiekritisch untersucht werden müssen, um zu einem eigenen historischen Urteil zu gelangen, das immer nur ein vorläufiges sein kann.
Moderner Geschichtsunterricht läßt sich deshalb von den Prinzipien Multiperspektivität, Kontroversität, Fremdverstehen und Diskursivität leiten.
Einige Beispiele für Themen, die ich unterricht habe:
Hellenistische Herschaftskonzeptionen und -legitimationen
Deutschland im weltpolitischen Kräftefeld der 1920er und 1930er
Die Lebensreformbewegung um 1900
Machtsicherung und Krisen im Römischen Reich
Randgruppen in der Frühen Neuzeit
Philosophieunterricht
Worum geht es eigentlich in der Philosophie? Um letzte Wahrheiten? Den Sinn des Lebens? Verrückte alte Männer mit langen Bärten?
Ja und nein. Im Gegensatz zum Religionsunterricht hinterfragt der Philosophieunterricht vermeintliche Gewißheiten in allen Lebensbereichen und kennt keine Tabus. Es geht dabei um begriffliche Differenzierungen, die Überprüfung von Argumenten und vorläufigen Urteilen zu Fragen aus Politik, Ethik und Metaphysik.
Dazu liest man aber nicht einen philosophischen Text nach dem anderen, sondern versucht zunächst, eine Fragestellung gemeinsam mit den Schülern zu entwickeln, die man dann im Laufe des Unterrichts unter verschiedensten Aspekten untersucht und diskutiert. Wenn man am Ende keine Antwort gefunden hat, sondern sich vielleicht nur genauer über Sinnfragen verständigt hat, ist schon viel gewonnen!
Einige Beispiele für Themen, die ich unterricht habe:
Raum und Zeit bei Aristoteles, Augustinus und Kant
Philosophisches Argumentieren
Die Apologie des Sokrates als Beispiel für die philosophische Wahrheitssuche
Zwischen Natur und Kultur: Was ist der Mensch?
Nietzsches Bildungskritik und die Zukunft der Schule
Aktuelles
17.5.2013:
Star Trek XII kommt in die Kinos!
Das Stammensemble des 2009er-Films kehrt komplett zurück. Infos folgen!
12.-15.7.2012:
Tolkien Thing auf Burg Hessenstein
Ich werde dort einen Vortrag zum Thema "Zauberberge. Zum
Dekadenzbegriff bei J.R.R. Tolkien und Thomas Mann" halten.
Jan Giesel
Hamburg
